Milton Erickson (1901-1980)

Amerikanischer Arzt und Pionier moderner Hypnose- und Psychotherapie. Erickson gilt als Vordenker und Vater der lösungs- und ressourcenorientierten Ansätze (de Shazer,u.a.) aber auch der strategischen Therapie (Watzlawick, Haley) und der systemischen Therapie (Selvini, Heidelberger Schule um Stierlin). Es finden sich heute Zitate wie: »Sigmund Freud war der Einstein der Theorie, Milton Erickson ist der Einstein der Praxis.« Gregory Bateson bezeichnete Erickson als den Mozart der Kommunikation.

Ziel der Tagung

In dieser pragmatischen Tradition von Milton Erickson wird die Tagung »Mentale(s) Stärken« die Praxis wirkungsvoller Kommunikation in Coaching, Mentalem Training, Sporthypnose und Selbsthypnose in den Vordergrund rücken. Anders gesagt: die TeilnehmerInnen werden mit einer Fülle von »Handwerkszeug« für ihre jeweiligen Arbeitsgebiete an ihre Arbeit zurückkehren. Und in vielen Workshops werden ExpertInnen mit TeilnehmerInnen (oder KlientInnen) live oder über Video dokumentieren und demonstrieren, wie sie konkret und praktisch arbeiten und ihre Techniken weitergeben.

Vision: Interdisziplinäres Lernen und Potentialentwicklung

Die Tagung richtet sich an KollegInnen, die von den mentalen Möglichkeiten der menschlichen Psyche fasziniert sind und von verwandten Feldern und Einsatzgebieten für das jeweils eigene Gebiet etwas lernen wollen. Die Reha-Fachleute lernen von den MentaltrainerInnen im Sport und umgekehrt. Coaches und ManagerInnen lernen von PsychotherapeutInnen und umgekehrt. TherapeutInnen für lernschwache Kinder oder Spezialisten für Prüfungsängste lernen von ExpertInnen, die MusikerInnen (oder PolitikerInnen) auf wichtige TV-Auftritte vorbereiten. Gemeinsamkeiten und Unterschiede bieten die Möglichkeit die eigenen Vorgehensweisen zu reflektieren und daraus neue Konzepte und Arbeitsweisen zu entwickeln. Lars-Eric Uneståhl, der den Begriff Mentales Training geprägt hat, spricht unterdessen von 'Developmental Hypnosis' im Gegensatz zur Klinischen Hypnose der Psychotherapeuten. Das heisst (selbst)hypnotische Techniken werden benutzt, um das (eigene) Potential voll zu entfalten.

TeilnehmerInnen und Zielgruppen

  • Coaches, TrainerInnen und LehrerInnen für Sport, Wirtschaft, Politik und Kunst (Musik, Theater, etc.), die ihrem Repertoire neue Dimensionen hinzufügen wollen
  • PsychotherapeutInnen, die ihr (hypno)therapeutisches Know-how in neuen interessanten Bereichen einsetzen, ihr Repertoire erweitern und ihr Arbeitsfeld im Vergleich zu anderen Feldern reflektieren wollen.
  • SportpsychologInnen, die ihr theoretisches Wissen und ihre Forschungsexpertise mit praktischem Know-How ergänzen wollen
  • Eltern, die das Potential ihrer Kinder (und ihr eigenes) in Schule, Studium, Sport und Musik fördern und voll entfalten möchten
  • Rehabilitationsfachleute und PhysiotherapeutInnen, die ihr Knowhow mit suggestiven und mentalen Techniken ergänzen möchten.


Tagungssprache

Der Großteil des Programmes wird auf deutsch sein. Die internationalen KollegInnen werden auf englisch unterrichten, diese Veranstaltungen werden nicht gedolmetscht. Wir werden die Workshop-Schienen so gestalten, dass immer eine große Auswahl an deutschsprachigen Veranstaltungen stattfindet.

Kulturprogramm

Wie bei allen unserer Tagungen bieten wir auch Erfrischendes und Hochkarätiges am Abend. Helge Heynold, Redakteur und Regisseur für Unterhaltung beim Hessischen Rundfunk, wird uns wie in den letzten Jahren bei der Zusammenstellung des Abendprogrammes unterstützen. Schwerpunkt: Humor, Kabarett, Chanson. Am Samstagabend wird es ein Tagungsfest mit Live-Musik geben.

Begleitende Ausstellung

Auf der Tagung wird es eine begleitende Ausstellung geben. Darunter befindet sich u.a. die Tagungsbuchhandlung. Neben vielen Standardwerken wird sie auch mit neuen und eher unbekannten Büchern bestückt sein. Wir erfragen regelmässig vorher unsere ReferentInnen nach ihren Empfehlungen und Insider-Tipps. Beim Audio- und Video-Stand können Sie neben den Aufnahmen der aktuellen Tagung auch viele andere Tagungen seit 1989 erwerben. Als TeilnehmerIn haben sie die Möglichkeit ihre eigene Biblio-, Video- oder Audiothek zu ergänzen.

Ambiente

Historische Stadthalle in der Altstadt direkt am Neckar. Heidelberg im Herbst. Das Schloss, der Philosophenweg und der Neckar im bunten Herbstlaub.

Spezialthema: Interkulturelles Verständnis: Gemeinsamkeiten und Unterschiede

Die Globalisierung erfordert zunehmend interkulturelles Wissen und Kompetenzen und zwar nicht nur wenn man im Ausland tätig ist. Am Arbeitsplatz oder in der Wohnung nebenan treffen wir auf Menschen, die von ganz unterschiedlichen kulturellen Kontexten geprägt sind. Von erstaunlichen Unterschieden zwischen Deutschen und Amerikanern oder Polen etwas zu wissen, macht Sinn. Von Unterschieden zwischen Europäern und Arabern oder Chinesen gar nicht zu reden was wir aber auf dieser Konferenz gelegentlich auch tun werden. Dieses Thema soll die Sensibilität schärfen und die Häufigkeit von hemmenden Missverständnissen zumindest verringern.

Referentinnen und Referenten

Die rund 60 ReferentInnen aus der ganzen Welt sind überwiegend ExpertInnen, die die Hypnotherapie des legendären amerikanischen Psychiaters Milton Erickson für ihre eigenen Arbeitsgebiete in Medizin, Psychotherapie aber auch Pädagogik oder Rehabilitation fortentwickelt haben. Sie haben später den Wert dieser innovativen Konzepte, Prinzipien und Techniken für das Coachen von Managern, Trainern, Sportlern, Künstlern, etc. entdeckt und werden auf dieser internationalen Konferenz ihre Konzepte unterrichten. Unter den ReferentInnen sind weiterhin auch ExpertInnen aus anderen Gebieten, die das Tagungsthema aus ihrer speziellen Perspektive erweitern und vertiefen werden.
Es handelt sich um internationale ExpertInnen aus den Bereichen:
  • Mentales Training und Selbsthypnosetraining im Sport
  • Kompetenz- und Persönlichkeitsentwicklung in Wirtschaft und Politik
  • Potentialentfaltung und Entwicklung von Organisationen
  • Performanceverbesserung in künstlerischen Berufen
  • Leistungsumsetzung in Schule und Studium
  • Wiedererlangen alter Leistungsstärke in der Rehabilitation
  • Prävention (oder: Wenn man am Abgrund steht ist Vorbeugen nicht mehr besser als Heilen)
  • Führend ? in schwierigen Situationen (Sonderthema 2017)